Dr. des. Peter Christian Pohl

Doktorarbeit

Robert Musils Roman Der Mann ohne Eigenschaften und die Grenzen des modernen Geschlechterdiskurses

In welchem Verhältnis stehen Geschlechter- und Literaturgeschichte zueinander? Gibt es Überschneidungen von formalen Innovationen in der Literatur und diskursiven Umschichten in den Geschlechtervorstellungen? Wenn ja, welche Funktion, welches subversive Potenzial besitzen die literarischen Narrative? Inwiefern sind ihre Inhalte und Formen gangbar als aktuelle politische Praxis? Gibt es Differenzen und Überschneidungen mit radikalkonstruktivistischen, dekonstruktivistischen und systemtheoretischen Forschungen und Theorien innerhalb der Geschlechterforschung?

 

Dies sind einige der Fragen, die ich in meiner Dissertation stelle. Nach einem kursorischen Durchgang durch die modernen Geschlechtervorstellungen - von Rousseau bis Freud - skizziere ich das diskursive Feld, aus dem sich Musils Romann generiert und vergleiche abschließend Musils Geschlechter-Poetik mit aktuellen Theoriearrangements.