Lektürekurs im Fachbereich Germanistik
Das Ziel des Kurses ist es, formale und inhaltliche Züge des Expressionismus herauszuarbeiten, die sich mit Exkursen in die Literatur-, Kunst- und Sozialgeschichtliche zu einer Skizze dieser faszinierenden Epoche fügen. An den expressionistischen Motiven wird deutlich, dass die Kunst des Expressionismus lebensweltliche Veränderungen konzeptuell aufnimmt: Großstadt, Beschleunigung, Geschlechterkampf etc. sind Phänomene der Jahrhundertwende; und sie erlauben es, von literarischen Aspekten Rückschlüsse auf den soziokulturellen Wandel zu ziehen.
Die Vater-Sohn-Thematik ist dabei wie keine zweite geeignet, einen schnellen Zugang zu dieser Veränderung, die sich als Untergang der Bürgerlichen Gesellschaft bezeichnen lässt, zu erhalten. Inhalt des Lektüre-Kurses sind daher zwei kurze Dramen, die dieses Motiv fokussieren: Walter Hasenclevers Der Sohn und Arnolt Bronnens Vatermord.
Dr. phil. Peter C. Pohl