Arkadien - Süden - Sabbatical


Kulturen- und Diskursübergreifend finden sich Phantasien des seligen Wohllebens und Nichtstuns. Antike Mythen (Goldenes Zeitalter), religiöse Schöpfungsberichte (Paradies) und philosophische Werke (Atlantis) erzählen von (Zeit-)Räumen des Überflusses und der Entlastung von den Mühen der Arbeit.

 

Sowohl die Literatur als auch die Kunst der Moderne griffen diese und andere tradierte Motive (Arkadien) auf und formten zugleich neue Formen des dolce far niente. Um 1900 ist ferner eine Tourismus- und

Freizeitindustrie entstanden, die durch habituelle Konzepte (Aussteigen, Sabbatical) bis zum heutigen Tag ergänzt wird.

 

Dieses Seminar unternimmt verschiedene Exkursionen in das kollektive Imaginäre. Es spürt der Kultur der Faulheit chronologisch nach – und geht dabei im besten Sinn kulturwissenschaftlich vor, da es verschiedene Disziplinen, wie Altertumswissenschaft, Theologie, Philologien, Soziologie, Kunstwissenschaft, thematisch engführt. Neben geplanten Expertenbesuchen und der Kommunikation mit anderen Fachbereichen (Germanistik) stehen Referate zu ausgewählten Texten und anderen Artefakten im Vordergrund. Die Planung und schriftliche Ausführung der Referate sowie weitere Hausarbeiten zu den im Seminar besprochenen Themen sollen in Gruppenarbeit entstehen.