Zeitkonflikte
Zur Transformation der Muße im Bildungsroman (Wieland, Hoffmann, Freytag)
Meridian Critic 2012 (II)
Es geht in diesem Artikel um zwei Thesen: Muße ist, erstens, für die Temporalisierung des modernen Selbst ein bedeutsames, aber auch – der religiösen, aristokratischen, metaphysischen Konnotate wegen – ein höchst problematisches Konzept; zweitens, Literatur stellte die Chronifizierung des modernen Subjekts im Bildungsroman als Konflikt unterschiedlicher Zeitkonzepte dar, zu denen die Muße zählt, was anhand der (Anti-)Bildungsromane Geschichte des Agathon (1766-67) von Christoph Martin Wieland, Lebensansichten des Katers Murr (1820-22) von E. T. A. Hoffmann und Gustav Freytags Soll und Haben (1855) belegt wird.
Artikel in der Zeitschrift
Meridian critic (The Annals of Stefan cel Mare University of Suceava, Literature Series)
Dr. phil. Peter C. Pohl