Zwischen Selbstreflexion und Fiktionalisierung.

Vom produktiven Umgang mit Fallgeschichten in den Werken Frank Wedekinds und Robert Musils

Aufsatz im Sammelband

 

Biographik. Geschichte – Kritik – Praxis
Herausgegeben von: Joachim Grage, Melanie Unseld und Christian von Zimmermann

 

 

 

 

 

 http://www.boehlau-verlag.com/978-3-412-20829-5.html

Nur wenige Autoren der Jahrhundertwende haben eine so innig-ambivalente Beziehung mit den sich konstituierenden Wissenschaften der Psychopathologie, Tiefenpsychologie und Sexualwissenschaft gepflegt wie Frank Wedekind und Robert Musil.  Während Wedekind über seine Beischlafrhythmen Buch führte, setzte Musil tiefenpsychologisches Wissen ein, seine Lebensgeschichte narrativ durchzuformen. Zudem lasen beide die Fallgeschichten in den Werken Krafft-Ebings und Lombrosos (Wedekind), Kretschmers, Adlers, C. G. Jungs und Freuds (Musil) mit großen Interesse und verwendeten sie für die Gestaltung ihrer Figuren (Jack The Ripper, Clarisse, Moosbrugger).

Der Aufsatz Zwischen Selbstreflexion und Fiktionalisierung geht den verschiedenen Ebenen dieser Beziehung nach.